Eis kann ganz schön hart sein, wenn man fällt

Nun war das Wetter ja die meiste Zeit des zurück liegenden immer noch andauernden Winters zu kalt, zu verschneit, kurzum: zu wenig eisbahntauglich. Die Alster war diese Saison die wahre Eisprinzessin.

Ich kann also eigentlich gar kein repräsentatives Bild zeichnen, aber „die Eisbahn“ scheint mir wirklich irgendwie nicht mehr so wie früher zu sein. Gut, früher war die Welt groß undsoweiter, aber, aber Folgendes: ich war ja schon leicht misstrauisch als schon vor dem Gelände massentauglicher Indie blecherte, anstelle des erwarteten, gepflegten, UtzzzUtzzzUtzzzz, auf das man sich insgeheim ja immer auch freut. So eine Art auditive Wartezimmerzeitschrift.
Dann das halbe Dutzend Eisbahnproleten, das seine Tricks vollführte, wie z.B. um die eigene Hand zu zirkeln, aber immer höflich auswich, wenn unsereins halbsicher daran vorbei schoss. Sind die nicht früher immer viel krawalliger gewesen?
Im abgetrennten Bereich übten die Vereinsmeier ihre Pirouetten, ließen sich triezen oder übten, übten, übten einfach nur ihre Kür mit iPod.
Alles war so friedlich und harmonisch, wenig geschmacklos, und auch die üblichen Bahnstarrer (normalerweise pubertäre Jungsgruppen, inkl. einiger lautstark ausgeführter Inititionsriten usw.) gehörten nicht zum Inventar. Ja, wo waren wir denn? Dienstag, 20:30 Uhr? Kunsteisbahn Wallanlagen?

Ich hatte leider keine Zeit, die gerade verstrichenen Olympischen Winterspiele annähernd zu verfolgen, aber vielleicht wäre ich ja nicht so überrascht gewesen, hätte ich mich mal mehr mit dem heutigen Standard des Leistungssports Eiskunstlaufen oder auch Eistanz befasst:

(via)

Advertisements

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Makrelen

Eine Antwort zu “Eis kann ganz schön hart sein, wenn man fällt

  1. Das Lichtbild ist recht hübsch und in seiner Stimmung auch maritim (ich weiß, die Alster ist ein Binnengewässer, friert daher rasch zu). Gefrorene Gewässer sind zweifellos der absolute Gewinn. Städtische Eisbahnen, mit ihrem regen Treiben auf dem Eis, erinnern mich immer an animierte flämische Genremalerei, man kennt ja diese schönen Motive der kleinen Eiszeit. Hach, herrlich, ich denke an Hendrick Avercamp! Vermute ähnliches soziales Leben auf dem Eis zu dieser Zeit, wobei die Poser wohl Lammfelljacken und Filzkappen trugen, die Mädchen jedoch keine Hüfthosen und brutal blondiertes Haupthaar. Und ohne 50 Cent und Udo Jürgens natürlich, eher so Schreie der Freude und Schilfrauschen und auffliegende Graugänse.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s