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Stromausfall

Gestern Abend, kurz nach 23 Uhr, machte es lautlos „fipp“ und der Strom war weg. Oh, ein Lob an dich, du lauer, sternenklarer Sommerabend! Die Vögel singen, die Luft noch warm vom Tag…
Kein Strom? Das heißt auch: kein Fernseher, kein Internet, kein Telefon. Endlich Ruhe und Zeit, Herzchenaugen, hach. Berichte über legendären Babyboom 9 Monate danach gehören zum Standard des urbanlegendären Erzählinstrumentariums, so dass das Stichwort Stromausfall irgendwie selbst zur erogenen Zone wird. Kerzenlicht, Stille – und ich bin damit beschäftigt, meinen Kühlschrank zu zertrümmern. Denn er hat einen Spannungsverlustwarner (sic!), der ultraschrille Piepstöne von sich gibt, sollten die Kühltemperaturen mal ein Fitzelchen absinken. Allein, dieser Spannungsverlustwarner hat keinen Ausschalter. Warum auch? Ist ja auch mindestens so wichtig wie ein Höhenmesser im Flugzeug. Und dass er keinen Saft hat, interessiert den Liebherr nicht im geringsten. Das Ding ist offziell tot, Flatline-piiiiiiiiiiep- aber schreien kann es noch. Pieeep, pieeep, pieeeep…sei still! Sei still! Stii-hiilll!! Würdest du endlich still sein bitte!??!! Piiieep, pieeep, lachte er, und gurgelte ein leises „I’m afraid, I can’t do that“. Um Mitternacht war das Licht wieder da, der Kühlschrank beruhigte sich wieder. (Bis er endlich still war, dauerte es noch ein paar Grad.)

Seit Jahren bin ich schon der Meinung, dass es für alles im Leben irgendeine entsprechende Folge Friends gibt. Hier der Beweis für meine Episode gestern: Phoebe’s Fire Alarm.

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Tagein, Tagaus

Vielleicht bin ich nicht so mitteilsam. Vielleicht lasse ich momentan auch die Zeit anders verstreichen. Ich habe oft nicht mal Zeit für mein Notzibuch – wie soll ich da einen ganzen präsentierbaren Gedanken entwickeln?

Ich müsste bloß die losen Fäden zusammen fügen und ein Netz knüpfen. Das „es so aussieht, als ob“ ist eine Kann-Regel.

Ich müste,  ich müsste, has anyone ever told you?, sieht es so aus, du glaubst es nicht. …

Des einen großen Dinge, sind des anderen kleinen Dinge. Die kleinen Dinge sind oft schön.

Aber, bitte twittere nicht aus dem Kreißsaal!

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